Integration im ehrenamtlichen Rettungswesen (er)-leben
Dies war nicht nur ein Titel, sondern Programm am 24.10.2011 im großen Mehrzwecksaal des Landratsamtes Nordsachsen auf Schloß Hartenfels in Torgau.
Innerhalb des Einzelprojektes – Integration im ehrenamtlichen Rettungswesen - des LAP-Nordsachsen des Bundesprogrammes „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ ist federführend durch den KV DRK Torgau-Oschatz das Fachforum organisiert worden.
Begrüßen konnte der Projektkoordinator Michael Sehrt als Impulsreferenten und Podiumsteilnehmer neben den Schirmherren des Projektes den Landrat Nordsachsen Michael Czupalla auch Prof. Dr. Martin Gillo MdL, Ausländerbeauftragter des Sächsischen Landtages, Mike Brendel vom Landesfeuerwehrverband Sachsen e. V., Magdalena Straßburger, Geschäftsführerin der THW-Geschäftsstelle Leipzig und die Ortsbeauftragte des THW Torgau Hannelore Herfurth. Für den Landesverband des DRK Sachsen e. V. war Markus Pleuger, Teamleiter für Rettungsdienst und Katastrophenschutz in Torgau.
Rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind der Einladung des Kreisverbandes gefolgt, um miteinander und nicht übereinander zu reden. Dies wurde schon in den Impulsreferaten sehr deutlich. Der Schirmherr Landrat Czupalla betonte, in seinen Begrüßungsworten, die Verantwortung für die Gesellschaft die das Ehrenamt von unschätzbarem Wert für diese macht.
Das durch ein aufeinander zu gehen und einfach miteinander reden, Barrieren überwunden werden können ist Prof. Dr. Gillo überzeugt. Menschen warten teilweiße darauf gefragt zu werden. Mann oder Frau muss es einfach nur tun, so das Credo seines Impulsreferates. Das in jedem Verband ob bei Feuerwehr, DRK oder THW schon verschiedene Projekte zur Integration stattfanden, mit mehr oder weniger Erfolg erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den folgenden Referaten. Herr Pleuger zeigte hierbei die Möglichkeiten und Tätigkeiten des DRK Sachsen auf. Chancen erschließen,
Fremdsein überwinden, gegenseitiges Verständnis und gemeinsam für die Bevölkerung handeln – mit diesen Leitsätzen startete er eine komplexe Fragereihe die in der anschließenden Podiumsdiskussion leider nicht abschließend beantwortet werden konnten. Die Beispiele einer erfolgreichen Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen mit Handicap machten deutlich das es funktioniert. Man muss auf die Menschen zugehen, so seine deutlichen Worte.
Nachdem Herr Sehrt von der Entstehung und Umsetzung des Projektes berichtet hat und auf die kommenden noch vier verbleibenden Workshops hinwies, begann der zweite Teil des Abends.
Moderiert von Dr. Armin Krause begann Podiumsdiskussion.
Das der Erfahrungsaustausch untereinander wichtig ist wurde an Hand vieler praktischer Beispiele sichtbar. So wurden von Möglichkeiten von Workshops, Printmaterial und verschiedenartige Veranstaltungen berichtet. Eins ist in der Diskussion sehr deutlich geworden. Schwierigkeiten gibt es mit kulturellen und gesellschaftlichen Unterschieden nur, wenn man nicht miteinander spricht. Wie auf die Menschen zugehen? Mit, welchen Möglichkeiten agieren? Hier gab es einige gute Vorschläge, die bestimmt in einen der folgenden Workshops noch besprochen werden. Ein Gemeinsames handeln, wie eine gemeinsame Übung und praktisches Training waren dabei die Favoriten.
Nach einer guten Stunde Diskussion war die Zeit leider schon vorbei. Das die Thematik damit nicht beendet ist zeigten die vielen Einzelgespräche nach dem Ende des öffentlichen Teils.
Mehr Informationen zum Fachforum und zu den Inhalten der Workshops wird es in einer Ergebnisbroschüre nach Beendigung des Projektes geben. Diese soll als praktischer Ratgeber zur Integration im ehrenamtlichen Rettungswesen benutzt werden.
Alle Teilnehmer sprachen von einem erfolgreichen Abend und der Schirmherr Czupalla regte eine Fortsetzung des Forums im nächsten Jahr an.


