Sie sind hier: Aktuelles » Übung unter äußerst realistischen Bedingungen

Übung unter äußerst realistischen Bedingungen

Am 20.10.2012 machte sich in den Vormittagsstunden eine Delegation der Schnellen Einsatzgruppe des DRK KV Torgau- Oschatz e.V. auf in Richtung Frankenberg (Sachsen).

Quelle: http://www.reservisten-bw.de/neu.html

Dort hatte die Reservistenkameradschaft Frankenberg Mittelsachen eine Übung organisiert, an der neben dem DRK Torgau-Oschatz auch Vertreter des ASB Rettungshundezuges Chemnitz, des BRH – Bundesverband Rettungshundewesens, das DRK Finsterwalde (Rettungshundestaffel) und das THW Chemnitz zugegen waren. Auf dem militärischen Übungsgelände galt es für alle Beteiligten unter äußerst realistischen Bedingungen ihr Wissen und Können unter Beweis zu stellen oder gegebenenfalls sogar auszubauen.
So hieß es erst einmal für die Reservisten, welche neben ihrer eigenen Spähtruppausbildung gleichzeitig als Verletzte fungierten, sich in dem stellenweise doch recht unwegsamen Gelände erfolgreich zu verstecken. Anschließend wurden dann die Vertreter der Hundestaffeln in das „Katastrophengebiet“ entsandt um nach den vermissten Personen zu suchen. Hatte ein Suchhund erfolgreich einen Verletzten gefunden, so erfolgte mittels Funkgerät die Nachforderung der Sanitäter. Diese mussten sich mit Hilfe von Koordinaten einen Weg zu dem Verletzen suchen. Hierbei war nicht immer eine Anfahrt mit dem Krankentransportwagen möglich, so dass auch einige Strecken zu Fuß zurückgelegt werden mussten. Mit Hilfe von Stiff-Neck und Spine-Bord wurden die Verletzten möglichst vorsichtig und schonend geborgen und durch das Gelände zum KTW transportiert. Dann ging es unter ständiger Überwachung der Vitalfunktionen zum Behandlungsplatz wo die Verletzen weiter versorgt wurden und gegebenenfalls der Weitertransport in ein Krankenhaus veranlasst wurde.
Bis in die späten Abendstunden dauerte die Übung an, so dass einige der Verletzten auch im Dunkeln gefunden, geborgen und versorgt werden mussten.
Das THW Chemnitz sorgte während der Übung für das leibliche Wohl aller Teilnehmer, welchen die Anstrengungen des Tages anzusehen waren.
Bei einer kurzen Auswertung am späten Abend war das Feedback aller Beteiligten durchweg positiv und alle waren sich einig, dass eine Wiederholung im nächsten Jahr erstrebenswert ist. So realistisch sind Übungen selten, und man sollte sich immer vor Augen halten: Großschadensereignisse passieren nicht immer am helllichten Tag, auf gut zugänglichem Gelände und bei bestem Wetter!

1. November 2012 00:00 Uhr. Alter: 5 Jahre