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DRK-Rettungsdienst gewinnt alle Ausschreibungslose in Nordsachsen

Das Deutsche Rote Kreuz hat im Landkreis Nordsachsen mit verschiedenen Kreisverbänden flächendeckend sämtliche Ausschreibungslose in Sachen Rettungsdienst gewonnen.

Grafik: Landratsamt Nordsachsen / DRK Delitzsch. Das Deutsche Rote Kreuz hat im Landkreis Nordsachsen mit verschiedenen Kreisverbänden flächendeckend sämtliche Ausschreibungslose in Sachen Rettungsdienst ab 1. Januar 2014 gewonnen.

Der ASB und die Johanniter sind damit aus dem Rennen. Der Freistaat Sachsen hatte die wettbewerbliche Ausschreibung für Rettungsdienstleistungen vorgeschrieben. Der Landkreis Nordsachsen muss als Träger die neuen Strukturen nun bis zum 1. Januar anpassen und modifizieren.

"Wichtig für uns als Landkreis ist, dass ab 1. Januar regionalen Leistungserbringer im Rettungsdienst bereit stehen, die als geeignete und zuverlässige Partner in hoher Qualität ihr Wissen und Können einbringen. So lässt sich das hohe Niveau der Versorgung im Landkreis ausbauen und gemeinsam mit unserem Hause, als Träger des Rettungsdienstes, dieses auf die Anforderungen der nächsten Jahre ausrichten", sagte Dezernentin Angelika Stoye.

Sie lobte zuvor die über 23 Jahre starke Partnerschaft mit sämtlichen Unternehmen im Rettungsdienst und Katastrophenschutz, die ihr Können, ihre Einsatzbereitschaft und ihre Professionalität in ihren alltäglichen Einsätzen an 365 Tagen in 24 Stunden unter Beweis stellten. Sie hob aber auch die drei Hochwasserereignisse (2001, 2006 und 2013) hervor, die mit höchster Einsatzbereitschaft hervorragend gemeistert wurden.

Nach wie vor werden die im Bereichsplan festgesetzten Fahrzeuge sowie die ortsveränderliche Medizintechnik vom Landkreis Nordsachsen zentral vorgehalten beziehungsweise beschafft und den Leistungserbringern zur Verfügung gestellt, um die Aufgabe mit der erforderlichen Sicherheit und Leistungskontinuität zu gewährleisten, teilt die Landkreisverwaltung mit. "Wir haben die Anforderungen an die zu erbringenden Leistungen in Qualität und Quantität im Rahmen des Vergabeverfahrens dahingehend festgelegt, dass die bisherigen Standards weiterhin bestehen bleiben oder verbessert werden", so Stoye weiter.

Der Leistungszeitraum, welcher am 1. Januar beginnt, endet am 31. Dezember 2018. Der Landkreis behielt sich vor, den Leistungszeitraum durch einseitige Erklärung einmalig um zwei Jahre bis einschließlich zum 31. Dezember 2020 zu verlängern. Träger und DRK werden im Ergebnis des abgeschlossenen Vergabeverfahrens nun einen öffentlich-rechtlichen Durchführungsvertrag
abschließen.

Der am 21. Dezember 2012 vom Kreistag beschlossene Bereichsplan für die Jahre 2014 bis 2020 bildete die Grundlage für die Gliederung des auszuschreibenden Leistungsumfanges in die fünf folgenden Gebietslose:
Los 1 - Rettungswache Schkeuditz mit Außenstelle Taucha,
Los 2 - Rettungswache Delitzsch mit Außenstellen Wiedemar und Düben,
Los 3 - Rettungswache Eilenburg mit Außenstellen Mockrehna und Krostitz,
Los 4 - Rettungswache Torgau mit Außenstellen Trossin, Zwethau und Belgern,
Los 5 - Rettungswache Oschatz mit Außenstellen Wermsdorf und Schmannewitz.

Der Landkreis Nordsachsen hat als zuständiger Träger des Rettungsdienstes im Ergebnis der Auswertung der eingegangenen Angebote und nach Abstimmung mit den Krankenkassen sowie der Information des Vergabeausschusses, den Zuschlag auf die oben genannten Angebote der Bieter erteilt. Das Deutsche Rote Kreuz sicherte sich damit die Versorgung im gesamten Gebiet.

Text: Frank Pfütze, Leipziger Volkszeitung vom 18.9.2013, aus: „DRK sichert Rettungsdienst ab - Kreisverbände des Roten Kreuzes gewinnen alle fünf Gebietslose bei Ausschreibung“

18. September 2013 16:44 Uhr. Alter: 4 Jahre